Häufig gestellte Fragen

Das wichtigste zuerst ...

Mütter/Väter in Familienverantwortung sind in ihrem Alltag zahlreichen Belastungen und Anforderungen ausgesetzt. Diese führen häufig zu schweren Erschöpfungszuständen, gesundheitlichen Störungen und Schädigungen.

Mit dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz wurden deshalb Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Frauen (und Männer) in Familienverantwortung gezielt gestärkt. Sie sind seit dem 01.04.2007 Pflichtleistungen der Krankenkassen, wenn sie medizinisch indiziert sind. Der Gesetzgeber hat dabei ausdrücklich klargestellt, dass das gestufte Prinzip "ambulant vor stationär" im Bereich der Mutter-Kur, der Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Maßnahmen nicht gilt, weil der Abstand zur Alltagsverantwortung ein ganz wesentlicher Faktor für die Erreichung der Vorsorge- bzw. Rehabilitationsziele ist.

Kurz gesagt: Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur dient dazu Sie wieder fit für den Alltag und Ihre Familie zu machen und dazu, die Beziehung zwischen Ihnen und Ihren Kindern zu intensivieren.

  1. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf: Wir beraten Sie individuell und kostenfrei.
  2. Arztbesuch: Stellen Sie sich (falls vorhanden mit Ihren Unterlagen) bei Ihrem Facharzt/Haus- oder Kinderarzt vor. Besprechen Sie mit ihm, dass Sie eine Kur benötigen. Er wird nach einer Untersuchung und einem Gespräch die ärztlichen Antragsunterlagen (Muster: Muster Verordnungsformular 61A Muster Vorsorge-Muetter-Vaeter-Formular 64A) ausfüllen.
  3. Antrag: Reichen Sie die vom Arzt ausgefüllten Antragsunterlagen vollständig bei Ihrer Krankenkasse ein.
  4. Platzreservierung: Sobald Ihnen eine Kurbewilligung durch Ihre Krankenkasse zugeht, wenden Sie sich bitte an uns (Klinik Ihrer Wahl), um eine Platzreservierung vorzunehmen. Sollte Ihnen eine Ablehnung des Kurantrages zugehen, so können Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt oder uns Widerspruch einlegen. Wir beraten Sie gern.

Das letzte Wort ist auch bei einer Ablehnung noch nicht gesprochen.

Legen Sie Widerspruch ein. Damit haben Sie nach unserer Erfahrung Aussicht auf Erfolg, wenn Sie genau auf die Begründung Ihrer Krankenkasse eingehen. Sehr gern unterstützen wir Sie bei der Formulierung.

Im Ablehnungsschreiben ist auch eine Frist für Ihren Widerspruch genannt. In der Regel sind es 4 Wochen. Da bleibt Ihnen ausreichend Zeit, sich schriftlich zu melden. Zumeist wird ein Widerspruchsformular gemeinsam mit dem Ablehnungsschreiben versendet.

Wenn Sie Unterstützung brauchen, sind wir gern für Sie da. Nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf. Dann beraten Sie zum weiteren Vorgehen. Und Sie können sich schon einmal einen Platz in einer unserer Kliniken reservieren.

Nehmen Sie an unserem Belastungs-Check teil und prüfen Sie, ob eine Kurmaßnahme für Sie sinnvoll ist!

Eine Mutter-/Vater-Kind-Kur ist immer dann richtig für Sie, wenn Sie erschöpft und müde sind oder aufgrund Ihrer chronischen Atemwegs-, Haut- oder orthopädischen Erkrankung gemeinsam mit Ihrem Kind eine stationäre Behandlung im Sinne von Prävention und Rehabilitation benötigen.

Eine stationäre Mutter-Kind-Kur dauert in der Regel 3 Wochen (21 Tage). Verlängerungen sind bei medizinischer Notwendigkeit möglich und werden dann in der Klinik beantragt.

Nein. Eine Kurmaßnahme ist rechtlich wie ein stationärer Klinikaufenthalt zu bewerten. Urlaub ist hierzu nicht erforderlich. Aber Sie müssen ggf. Ihren Arbeitgeber und die Schule/ den Kindergarten benachrichtigen.

Ihre Kurmaßnahme für Sie und Ihre Kinder bezahlt Ihre Krankenversicherung. Einzig der Eigenanteil ist von Ihnen zu leisten und wird von uns direkt an Ihre Krankenversicherung weitergegeben.

Der Gesetzgeber hat geregelt, dass der Patient grundsätzlich einen Eigenanteil von 10,00 Euro/Tag, d. h. bei einer 3-wöchigen Maßnahme also 220,- Euro selbst tragen muss. Kinder müssen keinen Eigenanteil tragen.

In bestimmten Fällen ist eine Befreiung der Zuzahlung möglich. Näheres erklärt Ihnen Ihre Krankenkasse.

Als Privatpatient rechnen die Kliniken alle Leistungen unmittelbar mit Ihnen persönlich ab, d. h. Sie selbst sind zahlungspflichtig. Je nach bestehender privater Krankenversicherung erhalten Sie ggf. später Erstattungen der Krankenkasse. Allerdings sind die privaten Krankenversicherungen in den Leistungen sehr unterschiedlich - erkundigen Sie sich vorher rechtzeitig, damit Sie am Ende nicht auf den Kosten sitzen bleiben!

In unseren Kureinrichtungen in Grömitz und Zingst ist die Aufnahme von Kindern ab 0 Monaten bis zum 12. Lebensjahr möglich, in der AOK-Nordseeklinik Amrum von Kindern mit Vollendung des 1. Lebensjahres bis zum 12. Lebensjahr. In Ausnahmefällen und nach persönlicher Rücksprache können auch Kinder bis zum max. 15. Lebensjahr aufgenommen werden.

Die Anmeldung

Teilen Sie Ihrer Krankenkasse bereits bei der Kurantragstellung deutlich mit, dass Sie die Maßnahme in einer unserer Kliniken durchführen wollen. Sie haben ein Wunsch- und Wahlrecht.

Mögliche Termine für Ihre Kur können Sie mit unseren Mitarbeitern in der Patientenverwaltung abstimmen abstimmen oder Sie klicken im Menü der Klinik-Homepage den Kurplan an.

  • Wir helfen Ihnen, eine Mutter-/Vater-Kind-Kur in der Ostseeklinik Zingst, der Ostseeklinik Grömitz oder der AOK-Nordseeklinik Amrum zu beantragen.
  • Aufgrund der Ergebnisse Ihres Belastungs-Checks erstellt Ihnen unser Klinikarzt ein Empfehlungsschreiben, das Sie Ihrem Arzt vorlegen können.
  • Unsere ausführliche Beratung ist selbstverständlich kostenlos.
  • Einen Termin für Ihre Kur können Sie bereits vor der eigentlichen Beantragung mit uns vereinbaren. So wissen Sie schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt, wann Sie mit großer Wahrscheinlichkeit zur Kur fahren. Sie können dann alle Vorbereitungen in Ruhe treffen.
  • Sollte Ihr Kurantrag von der Krankenkasse abgelehnt werden, beraten wir Sie auch im Widerspruchsverfahren.

Hier können Sie mit uns in Kontakt treten.

Die rechtlichen Grundlagen finden Sie im Sozialgesetzbuch V, §§ 24 und 41. Leistungen zur medizinischen Vorsorge sind nach dem Gesetzestext dann indiziert, wenn beeinflussbare Risikofaktoren oder Gesundheitsstörungen vorliegen, die voraussichtlich in absehbarer Zeit zu einer Krankheit führen werden (Primärprävention).

Eine Vorsorgebedürftigkeit besteht auch, wenn bei manifester (chronischer) Krankheit drohende Beeinträchtigungen der Aktivitäten verhindert werden sollen oder das Auftreten von Rezidiven beziehungsweise Exazerbationen vermieden beziehungsweise deren Schweregrad vermindert oder dem Fortschreiten der Krankheit entgegengewirkt werden soll (Sekundärprävention) und ein komplexer mehrdimensionaler und interdisziplinärer Behandlungsansatz erforderlich ist.

Leistungen zur medizinischen Rehabilitation sind indiziert, wenn aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Schädigung voraussichtlich nicht nur vorübergehende alltagsrelevante Beeinträchtigungen der Aktivitäten vorliegen, durch die in absehbarer Zeit Beeinträchtigungen der Teilhabe drohen oder diese bereits bestehen und ein komplexer mehrdimensionaler und interdisziplinärer Behandlungsansatz erforderlich ist.

Weitere häufig gestellte Fragen

Grundsätzlich ja. Hier muss jedoch im Einzelfall geprüft werden, welche Unterstützung das Kind benötigt. Nicht jede Einrichtung ist für jede Behinderung geeignet. Wenden Sie sich bitte im Vorfeld an uns und sprechen die Aufnahmemöglichkeiten ab.

Haustiere dürfen nicht mitgebracht werden.

In jeder unserer Mutter-/Vater-Kind-Kliniken steht Ihnen montags bis freitags von 09.00 - 15.00 Uhr eine Kinderbetreuung zur Verfügung.

In allen Kliniken findet schulstützende Hausaufgabenbetreuung statt. In der Ostseeklinik Zingst findet zusätzlich noch "Circus-Schule" statt

Unsere Kliniken verfügen alle über ein eigenes Therapiebad, welches außerhalb der Therapiezeiten auch für die Freizeitnutzung zur Verfügung steht. Das Meer ist übrigens auch in weniger als 5 Minuten fußläufig erreichbar.

In jedem Appartement der Ostseeklinik Zingst und der Ostseeklinik Grömitz befinden sich ein Durchwahltelefon und ein Farb-TV. Radio und CD-Player sind nicht vorhanden. Zurzeit statten wir all Appartements mit WLAN aus. Noch haben Sie nicht auf jedem Appartement WLAN, aber es gibt Hot-Spots für alle mit WLAN. Bald wird WLAN in allen Appartements zur Verfügung stehen. Daran arbeiten wir mit Nachdruck.

In der AOK-Nordseeklinik Amrum verfügen alle Appartements über ein Durchwahltelefon und WLAN. Ein TV-Gerät befindet sich im Aufenthaltsraum.

Sie wohnen in einem komfortablen eigenen 2-Raum-Appartement mit Dusche/WC und kleinem Flur. Für Mutter/Vater und Kind stehen im Appartement getrennte Räume zur Verfügung.

Sämtliche medizinisch notwendigen und sinnvollen Diäten werden angeboten. Sie erhalten in unseren Kliniken eine ausführliche Beratung durch unsere Diätassistenten oder Ernährungsberater.